Waldfest Bomig 2014

Waldfest Bomig 2014
Waldfest Bomig 2014

Am 14. & 15. Juni findet wieder das traditionelle Bomiger Waldfest statt. 

Samstag abend steigt das Fest unter den Eichen bei hoffentlich herrlichem Wetter mit der Party Band "Lecker Nudelsalat" (www.lecker-nudelsalat.de). Neben zahlreichen Getränkeständen wird es auch reichlich gegen den Hunger geben. Bis tief in die Nacht kann dann wieder auf der überdachten Tanzfläche gefeiert werden. Selbstversändlich gibt es auch neben Cocktails die berühmte Erdbeerbowle. Der Sonntag bietet dann beim Frühschoppen die idealen Bedingungen für den kompletten Familienausflug.

Jahresbericht 2013 vom Löschzug Bomig

Hauptaufgabe einer Feuerwehr ist es Brände zu löschen, Hilfe zu leisten und Hab und Gut zu schützen. Dies haben die 32 Aktiven des Löschzuges Bomig im Jahr 2013 ganze 50 Mal nach einer Alarmierung geleistet. Allein dafür wurden ganze 622 Stunden aufgewendet.

Um die Einsätze optimal abarbeiten zu können reicht nicht nur das Knowhow der Frauen und Männer, die technischen Voraussetzungen sollten ebenfalls stimmen. Auch dafür wurde in 2008 der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Wiehl, Löschzug Bomig gegründet.

Hier wird über Spenden, Mitgliedsbeiträge und das traditionelle Waldfest Bomig der finanzielle Rahmen aufgestockt. Jeder Euro fließt in technische Ausrüstung, die den Einsatzkräften hilft die Arbeiten effektiver leisten zu können.

Durch eine größere Spendenaktion in 2012 konnten dann ein Jahr später die Gelder entsprechend ausgegeben werden. Im Januar 2013 wurde eine Wärmebildkamera von Bullard angeschafft. Die Firma Bullard aus Kentucky ist ein führender Hersteller von persönlicher Schutzausrüstung, unter anderem auch Wärmebildkameras, für Feuerwehren weltweit. Wärmebildkameras helfen den Feuerwehrleuten durch Rauch und im Dunkeln zu sehen. Ein weiterer Vorteil ist die Personenrettung und –suche. Die vom Förderverein angeschaffte Eclipse® LD ist die kleinste und leichteste Wärmebildkamera für die Feuerwehr.

Es folgte im März die Anschaffung von Handschuhen für die Technische Hilfeleistung für alle aktiven Kräfte. T-Shirts, Polo- und Sweatshirts für Ausbildung und Einsatz folgten.

Ende Dezember endlich fertig gestellt und durch eine Delegation aus Bomig abgeholt wurde der lang ersehnte Rollwagen „Betreuung“. Bei der Beladung dieses Rollwagens handelt es sich um einen mobilen Betreuungsplatz in Form eines Zeltes. Neben dem 6 x 4 Meter großen aufblasbaren Zelt der Firma Vetter ist auch eine Gasheizung und Beleuchtung auf dem Wagen verlastet. Somit können betreuungspflichtige Personen untergebracht und entsprechend versorgt werden. Der Rollwagen wurde von der Firma Hensel in Waldbrunn gebaut und bestückt. Gleichzeitig wurden seitens der Stadt Wiehl weitere fünf Rollwagen für den Gerätewagen beschafft: Rollwagen „Verkehrsabsicherung“ mit Pylonen, Blitzlampen und anderen Möglichkeiten Einsatzstellen gegen den fließenden Verkehr kenntlich zu machen. Rollwagen „Ölspur“ mit großen Mengen Bindemittel und Kehrgeräten zum Aufnehmen und kenntlichmachen von Ölspuren. Der Rollwagen „Schlauch“ fasst 600 Meter B-Schlauch zur Wasserförderung. Im Rollwagen „Unwetter“ sind Gerätschaften um Wasser aus beispielsweise Kellern zu befördern. Der Rollwagen „Logistik“ gibt die Möglichkeit sämtliche Gerätschaften oder aufgefangene Flüssigkeiten zu transportieren.

Im Jahr 2013 hat der Förderverein drei Spenden erhalten.

Um die vielen und variantenreichen Einsätze alle reibungslos abarbeiten zu können ist eine ständige Aus- und Weiterbildung unabdingbar. So wurden im vergangenen Jahr 11 Ausbildungsveranstaltungen von Bomiger Kameraden besucht. Hierfür wurden auf Stadt-, Kreis wie auch auf Landesebene insgesamt 503 Stunden aufgewendet.

Die jährliche Fitness-Überprüfung der 16 Atemschutzgeräteträger wurde im Mai und Oktober 2013 in Kotthausen, unmittelbar neben der Kreisleitstelle, erfolgreich absolviert. Neben den sportlichen Aktivitäten auf einer Leiter, einem Laufband und einem Handergometer wird auf der eigentlichen Übungstrecke die Prüfung absolviert. Aus einem Kontrollraum wird ständig unter Pulskontrolle und Kameraüberwachung eine Überanstrengung geprüft und überwacht.

Sonntag morgen, 8 Uhr, Dienstantritt im Schulungsraum zur Übung. So passiert es jeden ersten Sonntag im Monat. Neben den 12 Hauptübungen im Jahr gibt es Zwischendienste die Mittwochsabends stattfinden.

Neben den zu Beginn einer Übung besprochenen Themen wie Termine, Neuerungen usw. findet dann eine praktische Übung statt:

Die Funkmelder schrillen auf: Brandeinsatz für den Löschzug Bomig; unklare Rauchentwicklung. Nach Schnell verteilen sich die Feuerwehrleute auf die Fahrzeuge und fahren zu einer Firma im Industriegebiet. Bei der Ersterkundung des Einsatzleiters stellt sich heraus, dass ein Feuer im Sozialbereich über einer Kfz-Werkstatt ausgebrochen ist. Eine Person wird vermisst. Eile ist geboten. Ein Innenangriff zur Personensuche im verqualtem Gebäude wird eingeleitet. Über Leitern steigt der Trupp ins erste Obergeschoss da der Treppenraum verschüttet ist. Nach kurzer Zeit kann die Person gefunden und ins Freie gebracht werden. Sie wird bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes auf dem eigens errichteten Behandlungsplatz betreut und Erstversorgt. Die Einsatzkräfte können sich jetzt um die Brandbekämpfung kümmern.

Zum Glück alles nur eine Übung. Diese Übung diente den Führungskräften um unklare Situationen effizient zu erkunden und richtige Entscheidungen zu treffen. Die Mannschaft konnte ihre bereits vorhandenen Fähigkeiten beim Aufbau eines Löschangriffs vertiefen und routinieren.

Ein anderer Übungssonntag wurde wie folgt verbracht: Feuer nach Explosion in einem metallverarbeitendem Betrieb; mehrere Personen vermisst. Mehrere Trupps unter Atemschutz werden zur Personensuche eingesetzt. Durch den Übungsrauch ist die Sicht gleich null. Die vermissten Personen sind unter Trümmerteilen und Metallschrott eingeklemmt. Eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte. Sie mit schwerem Hebewerkzeug in den Raum vorgehen. Trotz stark eingeschränkter Sicht können die Verletzten befreit und gerettet werden.

Wie anfangs schon erwähnt ist es auch Aufgabe vom Förderverein das traditionelle Waldfest Bomig auszurichten. Die Partyband „Comeback“ machte mächtig Gas und heizte den Gästen bei kühlem Wetter so richtig ein. Bei guter Stimmung und heimischem Bier und der beliebten Erdbeerbowle und zahlreichen anderen Erfrischungen wurde unter den Eichen bis spät in die Nacht gefeiert. Der Frühschoppen stand mit Spaß und Spiel ganz im Zeichen der Familien und so mancher Familienvater kam mächtig ins Schwitzen. Zum 63. Mal klang das Waldfest am Sonntagnachmittag aus.

Das nächste Waldfest findet am 14. + 15. Juni 2014 mit der Partyband „Lecker Nudelsalat“ (www.lecker-nudelsalat.de) statt.

Alljährlich in der Adventszeit stellen die aktiven Feuerwehrleute eine Seniorenfeier auf die Beine. Hierzu sind alle Bomiger Senioren in den weihnachtlich geschmückten Schulungsraum des Feuerwehrhauses geladen. Neben dem gemütlichen Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen und belegten Brötchen werden noch einige Auftritte präsentiert. Kinder zwischen 2 und 11 Jahren geben ihr Bestens, ebenso das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern aller Gäste und Veranstalter. Bei kühlen Getränken und mit Weihnachtsbaum geht der Nachmittag schnell vorbei. 

Damit ein Löschzug funktioniert muss er gut organisiert sein. Diese Organisation basiert auf mehreren taktischen und organisatorischen Aufgaben. Daher haben viele der 32 Kameradinnen und Kameraden im Löschzug Bomig weitere Aufgaben die in einem Organigramm dargestellt sind: Technik, Gebäude, Persoanl, Taktik/Planung, Pflegedienst, Logistik/Versorgung, Förderverein und Festausschuss. Das Organigramm schafft Sicherheit und ermöglicht Transparenz nach innen, welches eine wesentliche Voraussetzung für die Optimierung der Zusammenarbeit darstellt. Erst wenn jeder weiß, welche Rolle er innerhalb einer Aufgabe spielt, ist er in der Lage effektiv für das gemeinsame Ziel zu arbeiten.

Um nur zwei Bespiele zu nennen sind die Aufgaben des Gerätewartes und des Atemschutzgerätewartes Positionen die einen erheblichen Arbeitsaufwand mit sich bringen. Der Gerätewart ist für die Prüfung und Instandhaltung von Ausrüstung, Geräten und Fahrzeugen zuständig um die Betriebssicherheit bei Übungen und Einsätzen sicher zu stellen. Er hat im letzten Jahr 250 Stunden aufgewendet und 5 Fahrezeuge, 350 Geräte und 280 Teile der persönlichen Schutzausrüstung geprüft.

Der Atemschutzgerätewart (AGW) ist für die Überwachung und Pflege der Atemschutzschutzgeräte zuständig. Er sorgt dafür, dass die Geräte samt Zubehör auf den Fahrzeugen immer einsatzbereit sind. Die Koordination zur technischen Prüfung, bei größeren Einsatzstellen zusätzlich die Überwachung und der Transport zum Befüllen gehören ebenfalls zu seinen Aufgaben.

Um die administrativen Aufgaben effektiver abarbeiten zu können wurde Mitte 2013 ein neues Feuerwehrverwaltungsprogramm seitens der Stadt Wiehl angeschafft und installiert. Hier können Einsatzberichte, Personalverwaltung sowie Geräteprüfung und –verwaltung erfasst werden.

Dies war ein hoffentlich einigermaßen informativer Überblick über ein Jahr Feuerwehr im Löschzug Bomig.

Gemeinsame Einsatzübung Zug III und DRK

Ablagefolie "Bereitsstellungraum mit Equipment Technische Hilfe"

Mehr als die Hälfte aller Einsätze leistet die Feuerwehr unter dem Stichwort "Technische Hilfe". Hierzu gehören auch Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen. Neben den Brandeinsätzen sind dies Einsatzlagen, bei denen in besonderer Weise unverzügliches, zielorientiertes Handeln gefordert sind.

mehr Informationen unter "Einsatzübungen" ...

Übungsdienst zum Thema "Licht"
Übungsdienst Licht

Beim Zwischendienst am 30. Januar 2013 stand das Thema Licht auf dem Dienstplan. Um das Handling der diversen Komponenten zu beherrschen wurden der Powermoon und drei verschiedene Flutlichtstrahler aufgebaut. Die Stromversorgung wurde über tragbare Stromerzeuger, welche sich draußen an den Fahrzeugen befanden, sichergestellt. Standsicheres Aufbauen, blendfreies Ausleuchten, stolperfreie und nachvollziehbare Verlegung der Kabelzuführungen sind nur einige Punkte auf die es zu achten gilt.

Senioren klönen zur Weihnachtszeit
Seniorenfeier 2012

Zur 38. Seniorenfeier haben sich Anfang Dezember 2012 über 25 Mitbürger aus dem Brandbezirk im Bomiger Spritzenhaus eingefunden. Bei Kaffee, Kuchen und Brötchen wurde ein gemütlicher Nachmittag verbracht. Das Singen von Weihnachtsliedern und die Vorträge von Feuerwehrpastor Frank Müllenmeister und den "Schneeflöckchen" rundeten den Nachmittag unterm Weihnachtsbaum ab.

Einsatzübung der Einheiten Bomig und Marienhagen

Einsatzübung der Einheiten Bomig und Marienhagen

Atemschutzüberwachung während der Zugübung

Am Sonntag den 05.08 fand auf dem Gelände der Fa. Merten am Standort Bomig eine Übung der Feuerwehr Wiehl unter Beteiligung des Löschzuges Bomig und der Löschgruppe Marienhagen statt. 

Das ausgearbeitete Übungsszenario sah vor, dass es durch einen technischen Defekt im Bereich des Lagers der Abteilung Messebau zu einem Brand kam, welcher sich durch die dort eingelagerten Materialien schnell ausbreiten konnte.

Des Weiteren bestand die Gefahr des Brandüberschlages in den darüberliegenden Bereich der Fertigung durch die von der Hitze geborstenen Fensterscheiben sowie eine Rauch- und Brandausbreitung in den angrenzenden Bereich des E-Lagers "Badewanne".

Weiterhin bestätigte sich für die Einsätzkräfte nach der ersten Erkundung dass sich der am Wochenende nur zeitweise anwesende Pförtner augenscheinlich auf seinem Rundgang befand und auch nach mehreren Versuchen und Rücksprache mit dem Überwachungsdienst nicht erreichbar war. Es war nunmehr davon auszugehen das sich diese Person definitiv irgendwo im Gebäude befand.

Zur realistischen Darstellung des Brandgeschehens wurde der Bereich des Lagers mittels 2 Nebelmaschinen komplett vernebelt sowie ein ca. 80 kg schwerer Dummy als "vermisste Person" in diesem Bereich versteckt.

Die Feuerwehreinheiten wurden gegen 8.30 Uhr von der Kreisleitstelle des Oberbergischen Kreises nach dem Auslösen der Brandmeldeanlage mit dem Alarmstichwort: "Einlaufender Brandmelder Fa. Merten Wiehl" alarmiert.

Ca. 4 Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte am - wie Sonntags üblich - verschlossenen Haupttor ein. Nachdem das Tor mittels des Generalschlüssels aus dem Feuerwehrschlüsseldepot geöffnet wurde begann der Zugführer unterstützt durch seinen Assistenten unmittelbar mit der Erkundung anhand der Feuerwehrlaufkarten der Brandmeldeanlage.

Als fest stand dass sich der Brandherd genau auf der gegenüberliegenden Seite des Firmengeländes befand ließ der Zugführer unmittelbar die ersten Fahrzeuge ( HLF 20 / 16, GW Logistik 2 und LF 8 ) zum  Ort des Geschehens vorziehen.

Diese Fahrzeuge begannen mit dem Aufbau einer Wasserversorgung vom nächstgelegen Hydranten auf dem Werksgelände sowie parallel dazu mit der Menschenrettung bzw. Brandbekämpfung durch mehrere Atemschutztrupps welche sich schon auf der Anfahrt entsprechend ausgerüstet hatten.

Der Zugführer teilte unterdessen die Einsatzstelle in mehrere Abschnitte ein :

Abschnitt 1 : Brandbekämpfung und Menschenrettung im Gebäude durch mehrere parallel eingesetzte Atemschutztrupps.

Abschnitt 2 : Riegelstellung im Außenbereich hinter dem Gebäude, hierdurch Brandbekämpfung und Verhinderung der Ausbreitung auf den Fertigungsbereich bzw. das E - Lager

Abschnitt 3 : Aufbau einer Wasserversorgung aus mehreren städtischen Hydranten in der angrenzenden Fritz - Kotz - Str.

Abschnitt 4 : Zentrale Überwachung der Atemschutzgeräteträger.

Ebenfalls erfolgte eine Rückmeldung mit einer Umfassenden Lagemeldung sowie einer Nachforderung von 2 Rettungswagen und eines Notarztes zur Versorgung der noch vermissten Person sowie zur Feuerbereitstellung (Eigenschutz der Feuerwehrkollegen).

Die Alarmstufe wurde auf Feuer 4 erhöht was real zu einer Nachforderung der Löschzüge Wiehl und Bielstein sowie der IuK-Gruppe (Fachgruppe für Information und Kommunikation zum Aufbau einer kompletten Funk und Dateninfrastruktur an Einsatzstellen) geführt hätte. (Zusätzliches Personalmenge ca. 70 Männer und Frauen)

Nachdem die Person durch Atemschutztrupps gerettet und dem Rettungsdienst übergeben wurde und das Feuer unter Kontrolle war wurden Überdruckbelüfter zur kontrollierten Rauchabfuhr aus dem betroffenen Abschnitt eingesetzt.

Mit dem Abschluss dieser Maßnahmen endete der Übungseinsatz für alle Beteiligten gegen 13.00 Uhr mit einer Besprechung im Gerätehaus des Löschzuges Bomig Morkepütz.

Fazit:

Alle technischen Einrichtungen wie

  • Brandmeldeanlage
  • Brandschutztore mit Raucherkennungselementen zur Brandabschnittstrennung
  • Wasserversorgung auf dem Gelände
  • Zugangsöffnungen für die Feuerwehr auf das Gelände und in das Gebäude
  • Wasserversorgung durch werksinterne Hydranten

sowie die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Brandschutzorganisation Merten reibungslos funktioniert hat.

Für die Zukunft ist eine weitere enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und der Merten GmbH geplant.