Notfalltraining Atemschutz
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Verhaltenstraining bei Eigenunfall im Atemschutzeinsatz
Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Wiehl trainierten an drei Wochenenden die richtige Reaktion auf Eigenunfälle im Atemschutzeinsatz. Es ist eine sehr wichtige Maßnahme zur Erhöhung der eigenen Sicherheit im mitunter gefährlichen Atemschutzeinsatz.
Um sich bei Bränden vor schädlichen Rauchgasen zu schützen, setzen die Feuerwehren seit Jahren Atemschutzgeräte ein. In der vergangenen Zeit kam es bei freiwilligen und als auch bei Berufsfeuerwehren leider immer wieder zu tragischen, teils tödlichen, Unfällen bei solchen Atemschutzeinsätzen. Um den in Not geratenen Feuerwehrangehörigen in derartigen Gefahrensituationen sicher und zeitnah helfen zu können, sind klar definierte Handlungsstrategien und die entsprechende Ausrüstung notwendig.
Erstmalig im Jahr 2008 wurde deshalb ein entsprechendes Notfalltraining entwickelt und in die Atemschutzausbildung der Feuerwehr Wiehl integriert. 10 Feuerwehrleute wurden erfolgreich ausgebildet.
Im letzten Monat konnten weitere 50 Angehörige der Feuerwehr der Stadt Wiehl an 3 aufeinander folgenden Wochenenden das Notfalltraining absolvieren, welches durch Brandoberinspektor Ralf Schneider und seinem Team ausgearbeitet und durchgeführt worden ist.
Wertet man die eingangs erwähnten Zwischenfälle der Vergangenheit aus, zeigt sich, dass Atemschutznotfälle keine einfachen Situationen sind. Es handelt sich häufig um komplexe Szenarien, bei denen Besonnenheit und ein klares Handlungsschema unumgänglich sind. Nach einer 5-stündigen theoretischen Unterweisung hatten die freiwilligen Helfer die Möglichkeit, das Erlernte in realitätsnahen Einsatzübungen zu festigen. Hierbei wurde die gesamt Einsatzmannschaft der jeweiligen Einheit gefordert. Die Ausrichtung der realistischen Einsatzübungen bedurfte enormer Vorbereitungen im Vorfeld und einen erheblichen logistischen Aufwand.
Die Feuerwehr der Stadt Wiehl legt großen Wert auf eine erwachsengerecht aufgebaute Aus- und Fortbildung und schließt mit diesem Notfalltraining ganz offensichtlich eine Lücke in der Feuerwehrausbildung und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Feuerwehrangehörigen bei der Einsatzbewältigung.Abschließend bleibt zu wünschen, dass alle Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Wiehl immer eine gesunde Rückkehr von ihrer rettenden aber auch häufig gefahrvollen Mission erfahren dürfen.










Wiehl, 19.05.2009, Ralf Schneider; Fotos: Alex Fuchs
Mittwoch, 10. Juni 2009, Gesamtfeuerwehr