112 - der europaweite Notruf

Jeder Mensch ist dazu verpflichtet, anderen Menschen in Notlagen zu helfen. Unter dieser Nummer sind die Rettungsleitstellen der Feuerwehren und des Rettungsdienstes rund um die Uhr erreichbar. Ein Notruf kann von jedem Telefon aus immer kostenlos erfolgen.

Münzen oder Telefonkarten sind nicht erforderlich. Dies gilt auch für Mobiltelefone, wobei auch ohne Betreiberkarte der Notruf abgesetzt werden kann. Beachten Sie nur, dass es aufgrund unterschiedlicher Netzgebiete nicht immer die nächstgelegene Leitstelle ist, die sich meldet; aber da die Notrufzentralen untereinander verbunden sind, wird Ihre Meldung schnellstens weitergeleitet.

Um sich diese Telefonnummer zu merken, ist es sinnvoll, sich einen Zettel mit der Telefonnummer an Ihr Telefon zu legen oder diese im Telefon zu speichern. Denn wenn Sie einen Notruf absetzen müssen, befinden Sie sich in einer Ausnahmesituation und sind dementsprechend aufgeregt! Viele Menschen vergessen unter diesen Umständen die Notrufnummer 112!

Wichtig ist, dass Sie bei Ihrem Notruf folgende Punkte berücksichtigen:

Wer meldet?

Nennen Sie Ihren Namen, Ihren Standort und Ihre Telefonnummer für Rückfragen.

Wo ist es geschehen?

Geben Sie den genauen Ort des Ereignisses an, z.B. Stadtteil, Straße, Hausnummer, Stockwerk, Besonderheiten wie Hinterhöfe, Straßentyp, Fahrtrichtung und Kilometerangaben an Straßen, Kilometerangaben an Bahnlinien oder Flüssen.

Was ist geschehen?

Versuchen Sie die Notfallsituation/den Unfall genau zu beschreiben.

Wie viele Personen sind betroffen?

Geben Sie soweit wie möglich eine genaue Anzahl der Verletzten/Erkrankten an.

Warten auf Rückfragen

Legen Sie erst auf, wenn die Leitstelle keine Fragen mehr hat und das Gespräch beendet.

Die Telefonnummer 112 ist mittlerweile in 34 europäischen Staaten die einheitliche Nummer in Notfällen. Informieren Sie sich vor Reisen ins Ausland über die dortige Notrufnummer.  Bei Nicht-Notfällen, z.B. für einen Krankentransport, gibt es im Oberbergischen Kreis folgende Nummer: 02261-19222.

Der  Missbrauch des Notrufs (hierzu zählen auch Notrufeinrichtungen wie Sirenen oder Handdruckmelder von Brandmeldeanlagen) ist strafbar! Eltern müssen für ihre Kinder haften und da kommen schnell einige hundert Euro zusammen.

Das gilt jedoch nur für böswillige Alarmierungen. Wenn eine kritische Situation falsch eingeschätzt wurde und es stellt sich dann heraus, dass die Feuerwehr gar nicht gebraucht wird, so ist dieser vergebliche Einsatz kostenfrei. Selbstverständlich sollte sein, dass die jeweiligen Rettungskräfte an der Einsatzstelle erwartet bzw. angesprochen werden und so die Ursache für den Fehlalarm geklärt wird.

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