Historie des Löschzugs Bielstein/Weiershagen

Geschichte zu Bielstein

Wappen_Bielstein
Wappen ehemalige Gemeinde Bielstein

Der Ortsname Bielstein ist recht jung; er wurde erst 1901/02 offiziell eingeführt, anstelle der älteren Bezeichnung Repschenroth, nach dem Zusammenschluss mit umliegenden Ortschaften und Gehöften wie Dreibholz, Neubielstein, Unterbantenberg, später auch Helmerhausen.

Die an der Wiehl gelegene Mühle wird neben anderen Weilern schon in der A. Mercator-Karte von 1575 verzeichnet.

Das 1720 vom homburgischen Kanzleirat und Bergvogt Christian Schmidt errichtete Burghaus (die „Burg“) ging Mitte des 18. Jahrhunderts in den Besitz der Industriellenfamilie Möller aus Warstein über, wodurch für die Umgebung des Burghauses die Namensgebung entstand, in Anlehnung an die „Bilsteiner Höhlen“ bei Warstein/Sauerland.

Im Aufstand meist jugendlicher Patrioten im Jahr 1813, die sich der Aushebung für das napoleonische Heer entzogen, tritt ein Carl Schmidt aus Kehlinghausen (heute Ortsteil Bielsteins) unter dem Namen Prinz Carl als Anführer der sog. Speckrussen in Erscheinung. Der Volksmund nannte die marodierenden Rebellen so, weil sie die Rauchfänge der Landsleute auf der Suche nach Würsten, Schinken und Speck heimsuchten. Ein Berichterstatter aus damaliger Zeit schrieb: „Es war ihnen nur um Fressen und Saufen zu tun“.

Aus zwei zerfallenen Eisenhämmern entsteht 1888 ein mit Wasserkraft betriebenes Hammerwerk, das sich seither zum modernen Edelstahlwerk für hochvergütete Qualitätsstähle entwickelt hat.

1900 wird die Adler Brauerei gegründet, heute Erzquell Brauerei

Das Burghaus war bis 1901 Sitz der Gemeindeverwaltung, die dann in das neu errichtete Amtshaus umziehen konnte.

Von 1915 bis 1958 bestand (zusätzlich zur Eisenbahnlinie durch das Wiehltal) eine Kleinbahnverbindung über das Bechtal zum Marktort Waldbröl („Haubahn“ oder „rasender Homburger“ genannt).

Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wird Bürgermeister Heinrich Brindöpke nach 35 Dienstjahren aus dem Amt gedrängt. Brindöpke ist Ehrenbürger der Gemeinde; ein zentraler Platz wurde in neuer Zeit nach ihm benannt.

Der ursprüngliche Gemeindename Drabenderhöhe, benannt nach dem vormals bedeutenderen Kirchdorf am Schnittpunkt alter Handelswege über die Höhen, wird im Jahr 1960 offiziell in Bielstein (Rheinland) umbenannt.

Bis zur kommunalen Gebietsreform und dem Zusammenschluss mit Wiehl am 1. Juli 1969 war Bielstein eine eigenständige Gemeinde.

Das ehemalige AOK-Gebäude wird 1986 für die Unterbringung von Asylbewerbern instand gesetzt. Auch die unter Denkmalschutz stehende Burg, inzwischen von der Stadt erworben, muss bei anhaltendem Zustrom von Aussiedlern und Asylbewerbern notgedrungen als Unterkunft hergerichtet und belegt werden.

Pläne zur Einrichtung eines kleinen Heimatmuseums in der Burg müssen aus finanziellen Gründen immer wieder in die Zukunft verschoben werden.

2008 Die Burg wurde von dem Wiehler Unternehmer Christian Peter Kotz wieder instand gesetzt und im Juni der Stadt für die Volks- und Musikschule und die Bücherei übergeben. In der Burg wurden zusätzlich noch ein Bürgerraum und ein Trauzimmer eingerichtet. Allerdings wurde auch eine alte Zwischendecke entfernt und die alte Treppe durch einen modernen Fahrstuhl ersetzt.

(Quelle Wikipedia)

Geschichte der Einheit

Der Löschzug Bielstein-Weiershagen ist entstanden aus den ehemals eigenständigen Einheiten Bielstein und Weiershagen und ist heute eine von 6 Einheiten der Feuerwehr der Stadt Wiehl.

Im Jahr 2008 feierten wir ein Doppeljubiläum. 125 Jahre Feuerwehr Bielstein und 100 Jahre Feuerwehr Weiershagen. Die Feuerwehr Bielstein wurde im Jahr 1883 gegründet. Die Feuerwehr Weiershagen besteht seit 1903. Das 100-jährige Jubiläum wurde jedoch im Jahr 2003 nicht gefeiert und wurde somit im Jahr 2008 nachgeholt.

Im Jahr 1998 wurden beide Einheiten zusammengelegt. Personelle Veränderungen und gestiegene Anforderungen an die Feuerwehr sowie eine nicht mehr zeitgemäße Ausstattung der alten Standorte in Bielstein, Bechstr. und Weiershagen, Bergerhoferstr., zwangen die Verantwortlichen zum Umdenken. Im Jahr 1999 konnte dann das neue Feuerwehrhaus im Ortsteil Helmerhausen bezogen werden. Hier haben beide Einheiten ein neues Zuhause gefunden. Das Haus bietet genügend Platz und ist technisch auf dem neuesten Stand. Neben der Fahrzeughalle verfügt das Haus im Sozialtrakt über einen getrennten Umkleidebereich mit Sanitäranlagen für die zur Zeit 45 aktiven Männer und Frauen, einen Schulungsraum, Jugendfeuerwehrraum, Küche, und Büros für die Löschzugführung, Wehrführung und die Leitung der Jugendfeuerwehr.

In unserem Haus befindet sich auch die Kleiderkammer sowie das Ersatzteilmagazin und eine spezielle Waschmaschine bzw. Trockner zur Reinigung der Einsatzkleidung, für alle Einheiten der Stadt Wiehl.

Alarmiert wird die Feuerwehr über den Notruf 112 durch die Kreisleitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises in Marienheide.

- Link zur Leitstelle -

Jeder kann bei der Feuerwehr mitmachen. Arbeiter, Angestellte, Beamte, Studenten,Schüler, Hausfrauen. Der Einstieg erfolgt entweder über die Jugendfeuerwehr mit Eintrittsalter 10 Jahre, oder auch als "Quereinsteiger". Im Alter von 60 Jahren scheidet man aus dem aktiven Dienst aus und wechselt in die Ehrenabteilung.