Gemeinschaftlicher Übungsdienst LZ Bielstein/Weiershagen und LZ Bomig

Im Septemberdienst 2015 wurde bei einer gemeintschaflichen Übung beider Löschzüge die Zusammenarbeit erpobt und gefestigt.

Da die beiden Löschzüge Bielstein/Weiershagen und Bomig in der Vergangenheit vermehrt gemeinsam alarmiert wurden, hat man sich überlegt den Sonntagsdienst im September 2015 zu nutzen, um eine gemeinsame realitätsnahe Übung durchzuführen. Hintergrund dafür war die Zusammenarbeit zu festigen und zu vertiefen. Beide Löschzüge haben ihre Zuständigkeit auf der BAB 4 und liegen örtlich direkt nebeneinander.

Bei diesem Szenario waren zwei PKW in einer Kurve zusammengeprallt, wobei ein Fahrzeug auf dem Dach liegen geblieben,  das zweite jedoch erst in einer steilen Böschung an einem Baum zum Stehen gekommen ist. Bei dem auf dem Dach liegendem Fahrzeug wurden zwei Personen eingeklemmt die noch ansprechbar waren. In dem zweiten Fahrzeug befanden sich drei Personen, wovon eine nicht ansprechbar war. Nach der ersten  Erkundung und Betreuung wurden Abschnitte gebildet, sowie die Fahrzeuge mit Mannschaft und Gerät auf beide Abschnitte aufgeteilt.

Das auf dem Dach liegende Fahrzeug wurde mittels Stabfastsystem und Unterbaumaterialien (Rüsthölzern und Stufenkeilen) gesichert. Anschließend wurde eine Erstversorgungsöffnung für den Rettungsdienst durch den Einsatz des Glasmanagements geschaffen. Nachdem die Fahrzeuginsassen erstversorgt wurden, konnte mit einer patientenorientierten Rettung begonnen werden. Hierbei war darauf zu achten, an der Wirbelsäule der Insassen weitere Verletzungen zu vermeiden, da sie kopfüber in der Begurtung hingen. Nach der Befreiung mittels hydraulischen Rettungsgerät (Schere/Spreizer) und Spineboard, konnten beide Fahrzeuginsassen dem Rettungsdienst übergeben werden.

Das zweite Fahrzeug, das erst in der Böschung zum Stehen gekommen war, wurde mittels Mehrzweckzug gegen ein weiteres  Abrutschen gesichert. Mit einer Steckleiter wurde ein sicherer Halt an der Böschung für die Erstversorgungsöffnung, den Arbeiten des Rettungsdienstes sowie der anschließenden Befreiung, realisiert. Nachdem der Rettungsdienst die Versorgung der Fahrzeuginsassen sichergestellt hatte, wurden diese mittels hydraulischen Rettungsgerät, Spineboard und Schleifkorbtrage befreit und an den Rettungsdienst übergeben.

Die Zusammenarbeit und Kommunikation beider Löschzüge an der Einsatzstelle verlief  reibungslos. Abschnitte wurden schnell gebildet und der Einsatzleiter durch die Führungs - und Unterstützungsgruppe im ELW entlastet.

Zurück