Nach dem einen Schlauch kommt der Nächste...

Am Samstag den 16.05.15 stand das Thema Schlauchleitung über lange Wegstrecken im Fokus der Jugendfeuerwehr Stadt Wiehl.

Immer wieder kommt es vor, dass an Einsatzstellen der Feuerwehr nicht genügend Wasser zum Löschen bereitsteht. Dann muss die Feuerwehr lange Schlauchleitungen teils bis zu mehreren Kilometern verlegen um am Brandherd löschen zu können. Dies muss regelmäßig geübt werden, da hier Besonderheiten in der Löschwasserzuführung auftreten. Zum einen muss beim Verlegen der Schlauchleitung darauf geachtet werden, das der Schlauch gerade und ohne Verdrehungen verlegt werden, da sonst Unfälle passieren können. Zum anderen müssen an verschiedenen Stellen Zwischenpumpen in die Leitung gebaut werden, um einen Wasserdruck am abgebenden Strahlrohr von mindestens 8 Bar zu erreichen. Bei einer Strecke von 100m B-Leitung verliert man ca. 1 Bar. Bei einer Höhendifferenz von 10m verliert man ebenfalls ca. 1 Bar. All diese Dinge müssen im Einsatzfalle bedacht werden, um schnellstmöglich ausreichend Wasser an der Einsatzstelle zu gewährleisten.

Geübt wurde in Großfischbach, wo von einem Löschwasserteich eine 400m lange Schlauchleitung in ein nah gelegenes Waldgebiet errichtet werden sollte. Die Höhendifferenz betrug 20m. Die jugendlichen Floriansjünger begannen also mit dem Aufbau der so genannten Null Pumpe direkt am Löschteich. Von da aus wurden nun Schläuche vom Schlauchwagen (SW 2000 Einheit Wiehl) verlegt. Nach gut 200m integrierten sie dann eine Zwischenpumpe (Gw-L Einheit Bielstein/Weiershagen) in die Leitung, um einen Ausreichenden Druck am Ende zu bekommen. Anschließend wurden nochmals 200m B-Leitung bis zum TLF der Einheit Wiehl verlegt, wo die Besatzung schon sehenssüchtig auf das dringend benötigte Wasser wartete. Der eingeteilte Einsatzleiter, teilte die 30 Kinder und Jugendlichen in verschiedene Gruppen auf, und ließ insgesamt 6 C-Strahlrohre und einen Wasserwerfer durch die jeweiligen Gruppen aufbauen, um das fiktive Feuer im angrenzenden Wald zu löschen. Am Ende musste dann aufgeräumt werden, wo alle fleißig mit anpackten.

Die Übung verlief sehr gut, und alle Beteiligten waren sehr zufrieden, sodass es in der abschließenden Übungsbesprechung nur positive Kritik und viel Lob für die Jugendfeuerwehrleute gab.

Die Betreuer sowie die Jugendfeuerwehrleitung bedanken sich ganz herzlich für diese tolle und gut ausgearbeitete Übung bei allen Kindern und vor allem bei den Aktiven Unterstützern, die solche Übungen erst möglich machen. 

Zurück