Überörtliche Hilfe

Je größer eine Einsatzlage ist, je mehr Kräfte eingebunden sind, umso wichtiger sind "Information und Kommunikation (IuK)" für  die gezielte und koordinierte Abarbeitung der Maßnahmen. Daher wird die IuK-Gruppe der Wiehler Feuerwehr bei besonders aufwändigen Einsätzen, insbesondere bei Mess- oder großen Rettungsdiensteinsätzen, kreisweit tätig.

IuK Gruppe Wiehl hat erfolgreich das Seminar S-Üb-IuK am IDF Münster absolviert.

Gruppenfoto

Vom 11.11.14 – 13.11.14 haben 15 Mitglieder der IuK Gruppe Wiehl an einem Seminar am Institut der Feuerwehr in Münster mit Erfolg teilgenommen.

Bei diesem Seminar galt es den Kommunikationpart eines parallel stattfindenden Lehrgangs (F/B V-II) zu übernehmen. Der Lehrgang F/B V-II ist ein sogenannter Laufbahnlehrgang und trägt den Titel: „Einführung in die Stabsarbeit“. Diese Führungsstäbe werden i.d.R. bei Großschadenlagen aktiviert und unterstützen dann im Hintergrund den Einsatzleiter bei der Abarbeitung des jeweiligen Ereignisses.

In dem konkreten Fall gab es einen Führungsstab mit 18 Teilnehmern,3 Einsatzabschnitte besetzt mit jeweils 2 Teilnehmern, einem Fachberater THW oder HiOrg, sowie einem Einsatzleiter und 6 Ausbilder des IDF. Somit waren bei dieser Stabsrahmenübung 46 Personen beteiligt. 

Die IuK Wiehl hatte den Auftrag, mit einem ELW2 des IDF, selber mitgebrachten Digitalen Handsprechfunkgeräten, Telefon, Fax und Boten, die Übermittlung der Meldungen zwischen dem Stab, den Einsatzabschnitten und der Leitstelle sicher zu stellen. Zusätzlich galt es die Ein- und ausgehenden Meldungen in der sogenannten Nachweisung zu protokollieren. Darüber hinaus wurde der Führungsstab mit 3 Mitglieder der IuK in der Position des Sachgebietes 6 ( Information und Kommunikation) unterstützt.

An den beiden Übungstagen waren jeweils ca. 1000 – 1600 Einsatzkräfte „fiktiv“ im Einsatz und wurden von dem Führungsstab koordiniert. Dazu wurden pro Tag, durch die IuK, ca. 250 Meldungen in 5 Stunden dokumentiert, verarbeitet und übermittelt. Zusätzlich wurden durch die Kammeraden im Sachgebiet 6, bis zu 5 weitere „fiktive“ ELW2 incl. Führungsgruppe koordiniert. Diesen wurden 22 TMO sowie 19 DMO Gruppen im Digitalfunk zugewiesen.

Das Resümee der IuK-Mitglieder viel durchweg positiv aus. Wir haben zum einen unsere Fertigkeiten trainieren und vertiefen können und zum anderen haben wir neue Dinge hinzugelernt die wir gut in unseren „Alltag“ einbinden können.

IuK unterstützt Messzug Oberberg bei Großübung

Am 18.10.2014 fand in den Morgenstunden in Bergneustadt eine große Übung mit rund 400 Einsatzkräften statt, bei der auch der Messzug Oberberg eingebunden war.

Die IuK Gruppe der Feuerwehr Wiehl unterstützte den Messzug Oberberg mit dem ELW 2. Es galt hier die "Räumlichkeiten" und die "Führungsmittel" für die Messleitung zu stellen. Als Räumlichkeit diente der Besprechungsraum im ELW 2. 
Unter Führungsmittel versteht man bei der Feuerwehr alle "Gegenstände" die zur Informationsgewinnung, Informationsverarbeitung und Informationsübermittlung dienen. 
Dazu stellten wir Mangnetwände, Kartenmaterial, Büromaterial und taktische Zeichen bereit.
Ferner war es unsere Aufgabe die Verbindung zwischen der Messleitung, den Messfahrzeugen, den Messtrupps und zur Einsatzleitung sicherzustellen. Dazu wurden Messaufträge und Rückmeldungen per Funk, Fax und Telefon mit bis zu drei Fernmeldern gleichzeitig übermittelt . Parallel wurde die Stromversorgung des ELW 2 sowie der beiden neuen Messfahrzeuge aufgebaut, in Betrieb genommen und permanent überwacht um einen reibungslosen Ablauf zu unterstützen.

Details zur Übung selbst sind hier zu finden.

http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=432&tx_ttnews[tt_news]=161984&cHash=5a444c03f7

Unterstützung der Messleitung des Oberbergischen Kreises

In den Morgenstunden des 8. November 2013 wurde eine ausgetretene Substanz auf der Ladefläche eines Sattelschleppers auf einem Rastplatz der BAB 4 gemeldet. Neben den regulär nach AAO (Alarm- und Ausrückeordnung) zu alarmierenden Einheiten der Feuerwehr Reichshof wurden auch die Gefahrgut- und Messkomponenten im Oberbergischen Kreise alarmiert.

Die IuK Gruppe der Feuerwehr Wiehl wurde als Führungsunterstützungsmittel für die Messleitung ebenfalls alarmiert.

Durch die Facheinheiten für Messen und Gefahrgut wurde der ausgetretene Stoff bestimmt und die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Gefahr in Abstimmung mit der Einsatzleitung eingeleitet. Unter CSA (Chemiekalienschutzanzug) gingen einzelne Trupps zum Fahrzeug vor um die Ladung zu untersuchen und die Ladepapiere zu sichern.

Unterstützung der Messleitung des Messzuges Oberberg bei Großbrand in Dieringhausen

In den Abendstunden des 11. August 2013 kam es in einem alten Sägewerk, dessen Hallen jetzt als Zimmerei und Dachdeckerei genutzt werden, zu einem Vollbrand einer Halle. Das Feuer breitete sich sehr schnell auf ein angrenzendes Wohnhaus, das Vereinsheim eines Tennisclubs und angrenzend gelagertes Holz aus. Circa 30 Meter von dem Brand entfernt steht ein Altenwohnheim. Zeitweilig wurde durch die Einsatzleitung in Betracht gezogen, das Altenwohnheim zu evakuieren. 

Die IUK Gruppe Wiehl wurde ohne direkten Auftrag in den Bereitstellungsraum alarmiert. Der Führer des Messzuges erhielt den Auftrag die Lage im Altenwohnheim fortlaufend zu erkunden und setze den ELW2 und die IuK Gruppe als Führungsmittel ein. 

In unmittelbarer Umgebung des Wohnheimes wurde der ELW2 aufgebaut. Alle Messergebnisse liefen dort zusammen. Da das Altenwohnheim nach näherer Erkundung und Entscheidung durch den Einsatzleiter nicht evakuiert werden musste, wurde der Einsatz nach rund vier Stunden beendet.

Feuer in Altenheim, IuK unterstützt bei MANV4

Einsatzstelle Haus Manshagen

Am Abend des 24.5.2012, gegen 21:20 Uhr, kam es in einem Seniorenwohnpark in Derschlag zu einem Feuer im Dachgeschoss.

Die erste Rückmeldung lautete: 22 Personen vom Feuer eingeschlossen.

Daraufhin wurde die Alarmstufe MANV 4 (Massen Anfall von Verletzten), bereits zum zweiten mal innerhalb von 7 Monaten, von der Kreisleistelle ausgelöst.

Die IuK Gruppe Wiehl wurde zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. Der Auftrag umfasste die Koordination der eingesetzten Kräfte des Rettungsdienstes in Kooperation mit mit dem Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes (OrgL), sowie die organisatorische Bewirtschaftung des BHP50 (Behandlungsplatz 50) in Kooperation mit dem Verbandsführer des Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Dazu wurden diverse Kommunikationsverbindungen (2x2m Funk, 2x4m Funk, 3x intern Telefonie, 1x externe Telefonie) hergestellt und zusätzlich 2 sogenannte Meldeköpfe (Ein- und Ausgang) am Rettungsmittelhalteplatz eingerichtet. Gleichzeitig wurde eine Fahrzeugübersicht (Statusanzeiger) im Besprechungsraum des ELW II geführt.

Die IuK Wiehl war mit 20 Mitgliedern einem ELW II und 3 MTF vor Ort. Die gestellten Aufgaben wurden erfolgreich abgearbeitet und nach ca. 3,5 Stunden waren wir wieder zurück im Standort.

Feuer in Altenheim in Marienheide

Einsatzstelle Marienheide

IuK Gruppe Wiehl unterstützt bei der Koordination des Rettungsdienstes

In den frühen Morgenstunden des 13.8.2011 kam es im Cartias Altenheim in Marienheide zu einem Feuer. Auf Grund der funktionierenden Brandschutzsysteme konnte die unkontrollierte Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Die IuK Gruppe Wiehl wurde zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. Der Auftrag umfasste den Aufbau und die organisatorische Bewirtschaftung des BHP50 (Behandlungsplatz 50) sowie die Koordination aller eingesetzten Kräfte des Rettungsdienstes.

Der Behandlungsplatz 50 ist für die Versorgung und Behandlung von bis zu fünfzig Personen im Rahmen eines Einsatzgeschehens vorgesehen und besteht im Wesentlichen aus Kräften des Sanitätsdienstes die durch Einheiten der Feuerwehr ergänzt werden.